Wir beantragen:
Die Verwaltung nimmt Stellung zum Stand der Umsetzung, insbesondere der Finanzierbarkeit, folgender Empfehlungen der Stuttgarter Kinderversammlung:
1. Aufwertung von Schulhöfen und Pausenräumen: Begrünung, erhöhte Bereitstellung von Spiel- und Klettermöglichkeiten, Bodenbemalungen, Rückzugs- und Ruheräume (Bibliotheken, kleinere Lernräume, etc.), komfortablere, kindgerechte Möblierung, Schließfächer, etc.
2. Verbesserung der digitalen Ausstattung der Schulen,
3. Verbesserung der hygienischen Situation auf Schultoiletten: regelmäßigere Reinigung, zuverlässige Nachfüllung von Papier und Seife, erhöhte Trennwände vom Boden bis zur Decke gegen Drüberschauen, einzelnes Toilettenpapier statt Rollen gegen Verschwendung/Abwickeln, automatische Wasserhähne gegen Wasserverschwendung, Anbringung von Waschbecken und Spiegeln auf kindgerechter Höhe,
4. Aufwertung des Verpflegungsangebotes an Schulen: qualitativ hochwertigeres Angebot, Kennzeichnung bei Unverträglichkeiten/Allergien/veganer Ernährung von Lebensmitteln,
5. Erweiterte Mitbestimmung der Schüler*innen: Möglichkeiten zur Mitgestaltung auch in grundsätzlichen Fragen des Schullebens
Begründung:
An der Stuttgarter Kinderversammlung 2026 nahmen rund 200 Kinder im Alter von acht bis zehn Jahren aus 19 Schulen und Einrichtungen teil, wodurch ihre Empfehlungen als repräsentativ für die Bedürfnisse der Kinder dieser Altersgruppe angesehen werden können. Die Empfehlungen zeigen, dass bereits mit überschaubarem Kostenaufwand die Situation in den Bereichen Wohlfühlen und Hygiene an Schulen deutlich verbessert werden kann. Eine freundlichere Umgebung macht den Schulbesuch für die Schüler*innen nicht nur angenehmer, sondern fördert auch die Qualität des Lernens. Besonders häufig kamen die Kinder auch auf den häufig miserablen Zustand der Schultoiletten zu sprechen. Zu einer angenehmen Lernumgebung gehört auch die Einhaltung gewisser hygienischer Mindestanforderungen. Ein Eingehen auf die Anregung der Kinderversammlung vonseiten der Stadt zeigt Interesse und Wertschätzung für die Belange dieser Altersgruppe. Wie auch eine Partizipation der Schüler*innen an grundsätzlichen Fragen des Schullebens vermittelt dies Verständnis für demokratische Prozesse und schafft Vertrauen in demokratische Institutionen.
Gez.
Jasmin Meergans (Fraktionsvorsitzende)
Clara Streicher
Dejan Perc